Prolongation: Auf in die zweite Finanzierungsrunde!

Gleiches Vertragsverhältnis, neue Konditionen

Eine Baufinanzierung erstreckt sich mit ihren hohen Kreditsummen meist über mehrere Jahrzehnte. Das führt dazu, dass bei Laufzeitende (also dem Ende der sogenannten Sollzinsbindung) des regulär abgeschlossenen Baukredits in der Regel weiterhin ein Finanzierungsbedarf besteht. Mit einer Prolongation wird der bestehende Kreditvertrag einfach beibehalten, jedoch mit neuen Zinskonditionen und neuer Zinsbindungsfrist. Das ist zwar die bequemste Lösung, aber nicht immer die beste – denn in den vergangenen Jahren dürfte sich einiges auf dem Kreditmarkt geändert haben! Es kann sich also lohnen, wenn man nicht einfach automatisch in die vorgeschlagene Prolongation des aktuellen Kreditgebers einwilligt, sondern sich an diesem Punkt noch einmal fachliche Beratung und ein maßgeschneidertes Angebot einholt.

Prolongation: Verhandeln hilft!

Im Unterschied zu einem klassischen Konsumentenkredit fällt die Zinsbindung bei einer Baufinanzierung deutlich länger aus. Viele Banken legen ihren Kreditkunden kurz vor Ablauf dieser Zeitspanne eine Prolongation im eigenen Haus nahe. Über Jahre der Zinsbindung hinweg können jedoch andere, deutlich lukrativere Kreditangebote auf den Markt gekommen sein – es ist also an der Zeit, neu zu verhandeln! Möglicherweise lassen sich beim bisherigen Kreditinstitut bessere Konditionen aushandeln, möglicherweise ist es sinnvoll, über einen Wechsel der Bank nachzudenken. Wer aber einfach ohne gründliche Prüfung in eine Prolongation einwilligt, erhält unter Umständen nicht die optimalen Konditionen. Ähnlich wie beim erstmaligen Abschluss eines Baukredits gilt es, bei jeder Form der Verlängerung oder Anschlussfinanzierung einen genauen Blick auf den Kreditmarkt zu werfen, gerne auch mit fachlich fundierter Unterstützung von unserer Seite her!